Bodensee-Open Tag 5: Bei 50 Prozent

Halbzeit war's heute beim Bregenzer Bodensee-Open. Nach der 5. Runde stehen alle drei Beelener Schachfreunde wieder bei 50 Prozent.

Trotz der nicht ganz so üppigen Punkteausbeute dürfen die Beelener mit ihren Partien heute sehr zufrieden sein. Einziger Beelener Tagessieger blieb zwar Dieter Hofene, der einen Sekundenschlaf seines Gegners Matthias Wunderlich (Deutschland, ELO 1785) im 12. Zug mit einem taktischen Bauerngewinn bestrafte. Fortan lief sein Gegner diesem Minusbauern hinterher, versuchte sich vergeblich als Fallensteller und landete schließlich in einem Damenendspiel, in dem Hofenes Bauer unaufhaltsam zur Umwandlung ging.

Die beiden anderen Beelener duellierten sich auf hohem Niveau jeweils mit einem Titelträger. Martin Hanewinkel lieferte FIDE-Meister Peter Dittmer (Deutschland, ELO 2294) einen großen Kampf. Leider kostete schon die für Martin sehr unbekannte Eröffnung viel Bedenkzeit, doch spätestens nach einem eher zweifelhaften gegnerischen Bauernopfer war Martin voll in der Partie, und der Meister begann arg zu wackeln. Leider forderte die Zeitnot am Ende doch noch ihren Tribut. Nach der Zeitkontrolle fand sich Martin in einer Verluststellung mit zwei Minusbauern wieder.

Winfried Hanewinkel spielte gegen Manfred Herbold (Deutschland, ELO 2176), einen alten Bekannten, gegen den er vor Jahren schon einmal eine Fernpartie gespielt hatte. Herbold spielte über weite Strecken der Partie ein erstaunlich krudes Zeug, so daß Winfried über gefühlte 90 Prozent der Partie im Vorteil schien. Am Ende spielte auch hier die Zeitnot eine nicht unerhebliche Rolle. Winfrieds ins gegnerische Lager eingedrungene Dame verleibte sich gleich zwei Bauern ein. War der erste davon noch bekömmlich, so stellte sich der zweite gefressene Bauer aber als völlig ungenießbar heraus, denn urplötzlich steckte Winfrieds König danach in einem Mattnetz aus dem es kein Entkommen mehr gab.

 

Zurück