Chancen verpasst - trotzdem weiter

Die Schachfreunde Beelen stehen zum dritten Male in Serie im Halbfinale des Viererpokals im Schachbezirk Münster. Das 2:2 im Derby mit den SF Telgte geriet gänzlich unnötig zu einer Zitterpartie, so dass am Ende der Losentscheid herhalten musste, um die Runde zu überstehen.

Fast sechs Stunden dauerte es, bis die Entscheidung noch immer nicht feststand. Bis dahin waren alle vier Partien mit einer Punkteteilung zu Ende gegangen, auch wenn man das den Partien lange Zeit nicht ansehen konnte. Richtig friedfertig von Beginn an ging es eigentlich nur am Brett von Winfried Hanewinkel zu, der sich mit Werner Dieckmann zusehends neutralisierte und dann nach knapp drei Stunden auch ins Remis einwilligte.

Telgtes Spitzenbrett Axel Junker hatte sich derweil auf ein eher zweifelhaftes Figurenopfer irgendwo an der Grenze zur Inkorrektheit eingelassen. Wolfgang Henkes Bedenkzeitkonto wies allerdings schon einige Defizite auf, so dass auch der Lange sich auf ein friedliches Partieende einließ. Zu diesem Zeitpunkt war das auch kein wirkliches Problem, denn Martin Hanewinkel und Dieter Hofene standen in den noch laufenden Partien klar besser bis glatt auf Gewinn.

Am Ende sollten aber auch diese beiden Partien mit einem Remis enden. Martin hatte gegen Günther Köpplinger mit einem Mehrbauern, aktivem Turm und aktivem König alle Vorteile auf seiner Seite, fasste aber wohl den falschen Plan. Nach und nach zerbröselte jeglicher Vorteil - es stand 1,5:1,5.

Somit ging die Partie von Dieter Hofene gegen Alfred Kuhlenbäumer in die Nachspielzeit und sollte am Ende tatsächlich fast sechs Stunden dauern. Gefühlte fünf oder sechs Mal verpasste der Beelener in lange Zeit überwältigender Stellung glatte Gewinnfortsetzungen. Am Ende rettete sich auch hier der Telgter in ein Turmendspiel, in dem keine Seite mehr ernsthafte Gewinnpläne schmieden konnte. Der ungeliebte Losentscheid war notwendig geworden, in dem wir aber wie schon im Vorjahr gegen Münster wieder das glückliche Händchen hatten.

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