Bezirksblitzen: Der unsichtbare Zwölfte
Beim Fussball sollen es eigentlich 11 Freunde sein, beim gestrigen Mannschaftsblitzen auf Bezirksebene in Münster hätten uns jedoch 12 Schachfreunde gut getan, um wie ursprünglich geplant drei Blitzquartette aufbieten zu können.
Nachdem an den Tagen zuvor die Zahl der Interessenten ständig zwischen 10 und 12 geschwankt hatte, stellte sich dann etwa zehn Minuten vor Turnierbeginn heraus, dass doch nur 10 Akteure zur Verfügung stehen würden. Kurzfristig musste die geplante Dritte noch eingestampft werden, es wurde mit zwei Fünferteams jeweils mit Ersatzspieler gespielt.
Dass die 1. Mannschaft sehr hartes Brot vorgesetzt bekommen würde, war von Beginn an klar. Nach dem Aufstieg in die A-Klasse fand sich das Quintett in der klassischen Außenseiterrolle wieder, der man am Turnierende auch mit dem letzten Platz gerecht wurde. So chancenlos wie angenommen war das Team allerdings bei weitem nicht. Eine Reihe von Kämpfen ging äußerst unglücklich verloren, im krassesten Fall sogar nur wegen drei fehlender Sekunden. Martin Hanewinkel (5,0/11), Dieter Hofene (4,5/11) und Franz-Josef Fartmann (4,0/12) konnten zwischenzeitlich sogar kleinere Siegesserien hinlegen. Der sich am bärenstark besetzten Spitzenbrett tummelnde Bernhard Schemmann (0,5/12) und Joker Markus Hofene (1,5/10) agierten nicht schlechter, aber unglücklicher. Markus fehlten mehrfach zum Mattsetzen die entscheidenden Sekunden und Bernhard gab zwei völlige Gewinnstellungen durch Königeinstellen aus der Hand.
Die 2. Mannschaft lag in der C-Klasse lange auf Aufstiegskurs und gab den 2. Platz erst in der Schlußrunde aus der Hand. "Tiefstapler" Rudolf Radinger (6,0/6) hatte sich ans Jokerbrett setzen lassen und gewann dort alle Partien. Die übrigen Spieler Ralf Merkentrup (4,0/7), Thomas Bleier (4,0/7), Dominik Fuisting (3,0/6) und Marius Schemmann (1,5/6) warteten allesamt mit soliden Leistungen auf.