Enges Ding - Zweite mit Unentschieden in Greven
Das war mal ein knapper Mannschaftskampf gestern in Greven. Die Zweite trennte sich von den Gastgebern mit einem alles in allem leistungsgerechten 16:16. Beide Seiten hätten sicherlich auch nichts gegen einen hauchdünnen Sieg ihrerseits einzuwenden gehabt.
Sowohl Greven als auch Beelen konnte nicht mit der kompletten Bestbesetzung antreten, und schon bald wurde klar, dass es ein Mannschaftskampf auf Augenhöhe werden würde. Nach einem vergleichsweise wenig spektakulärem Remis an Brett 2 für Dominik Fuisting war schon die zweite beendete Partie zwischenzeitlich hart umkämpft. Bernhard Schemmann hatte zunächst einen Bauern gewonnen, aber ein gegnerischer Springer entfaltete unangenehme Aktivität. Bernhard musste den Mehrbauern zurückgeben und war am Ende mit der Punkteteilung nicht unzufrieden.
Dann gingen die Grevener erstmals in Führung. In Rudolf Radingers Partie schien zunächst kein Wässerchen die Stellung zu trüben, als wieder ein Grevener Springer als ungebetener Gast vor Rudolfs Haustür auftauchte und urplötzlich entscheidenden Materialgewinn einfahren konnte. Beelen konnte aber schon bald ausgleichen. Thomas Wältermann hatte schon einen Turm mehr auf dem Brett, sein Gegner meldete hingegen Hoffnungen auf ein Remis durch Dauerschach an. Jedoch: wer einen Turm mehr hat, kann den gerne auch mal zurückopfern. Genau das tat Thomas, brachte damit den gegnerischen Remisplan zum Scheitern und kam selbst zum entscheidenden Königsangriff.
Und weiter ging es mit dem engen Match. Fabian Grothues musste sich trotz eines zwischenzeitlichen Mehrbauern mit einem Remis zufrieden geben. Thomas Bleier, der schon im frühen Partiestadium eine Figur für nur zwei Bauern geben musste, ließ die Gastgeber auf lange Sicht wieder mit 13:11 in Führung gehen. Entschieden war jedoch noch gar nichts. In den beiden noch laufenden Partien von Wolfgang Henke und Franz-Josef Fartmann standen die Beelener zweifellos besser, mussten die vollen Punkten in relativ knapper Zeit aber auch erstmal an Land ziehen.
Franz-Josef gelang das schließlich sehr überzeugend. Sein Gegner hatte seine beiden Türme selbst in einen Angriff beordert, der sich letzten Endes als völlig zahnlos erwies. Es dauerte dann lange, bis er die Türme wieder zur Defensive zurückziehen konnte. Viel zu lange, Franz-Josef hatte inzwischen auf der anderen Brettseite ein neues Fass aufgemacht und fuhr mit überlegenen Kräften den entscheidenden Angriff. Wolfgang Henke hätte in der letzten Partie vielleicht den Sack noch komplett zu machen können, doch es blieb beim Irrealis. Seinen mühsamen herausgearbeiteten Mehrbauern verlor er in der Zeitnotphase wieder. Nach der Zeitkontrolle opferte er einen weiteren Bauern, um in einem Damenendspiel mit seiner deutlich aktiveren Königin noch Unheil stiften zu können. Es blieb aber vergebens, am Ende ging die Partie in der finalen Zeitnotphase mit einem Dauerschach zu Ende.