Erste und Zweite kommen gut ins Neue Jahr

Der Start ins Neue Jahr 2026 ist den Teams der Schachfreunde Beelen bislang gut gelungen. Die Erste heimste bei den zum Top-Trio der Verbandsliga gehörenden Südlohnern ein 16:16-Unentschieden ein, während die Zweite beim hauchdünnen 17:15 über Drensteinfurt II endlich den ersten Saisonsieg feiern konnte.

Die Erste musste beim Gastspiel in Südlohn auf die Stammkräfte Martin und Winfried Hanewinkel verzichten, konnte das aber durch die Nachrücker Wolfgang Henke und Bernhard Schemmann gut kompensieren. Über weite Strecken verlief das Match mit den Südlohnern, die sich noch Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz machen, sehr ausgeglichen. Im entscheidenden Augenblick kam dann auch noch eine Prise Glück dazu.

Die ersten vier beendeten Partien brachten allesamt keine Entscheidung. Frank Beckmann einigte sich mit seinem Gegner ebenso auf ein Unentschieden wie Marcel Gäbler, Reinhold Austermann und Bernhard Schemmann. Dann aber kam eine gehörige Portion Schärfe vor allen Dingen in die Partien an den beiden Spitzenbrettern. An Brett 2 hatte Josef Hofene im Prinzip eine sehr angenehme Stellung, wurde dann von einem gegnerischen Damenopfer überrumpelt. Josef sah schnell, dass die Dame völlig ungenießbar war, weil der eigene König danach schnell matt geworden wäre. Er versuchte sich noch in ein Endspiel zu retten, das er aber auf lange Sicht nicht verteidigen konnte.

Gleich nebenan am Spitzenbrett sah sich Dieter Hofene mit einem gegnerischen Jungtalent konfrontiert. Auch hier sah es eine Zeitlang schlecht für Beelen aus, da der Südlohner eine Qualität einheimsen konnte. Die Bedenkzeit war aber beiderseits schon recht knapp, und so erfuhr die Partie noch eine drastische Wendung. Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr beging der Südlohnern den entscheidenden Fehler und konnte dem Matt nicht mehr entgehen.

In der Nachspielzeit schien Beelen dem Gesamtsieg nun sogar näher, da Markus Hofene im Endspiel zunächst nicht so chancenlos schien wie auf der anderen Seite der Gegner von Wolfgang Henke. Am Ende blieb es aber beim Mannschaftsremis. Markus verlor seine Partie, Wolfgang hatte aber am Ende im Springerendspiel mit drei Mehrbauern leichtes Spiel.

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Die Zweite landete im Bezirksliga-Abstiegskampf einen überlebenswichtigen 17:15-Sieg gegen Drensteinfurt II. Während der ersten zwei Stunden sah es zunächst nach einem klaren Beelener Sieg aus. An mehreren Brettern erspielten sich die Beelener nach der Eröffnung klare Vorteile. Besonders rasant ging es wieder einmal am Brett von Johannes Ruhe zu. Der konnte den gegnerischen König im Zentrum festhalten und machte dann keine Gefangenen. Der Gegner konnte das Matt nur durch das Aufgeben von reichlich Material verhindern.

Zwei weitere Partien endeten bald darauf mit einem Remis. Während das von Dominik Fuisting aber gut in den Plan passte, war die Punkteteilung bei Thomas Wältermann ein echter Schlag ins Kontor. Er hatte mit einem Mehrbauern im Endspiel komplett auf Gewinn gestanden, konnte dann aber nach einem völlig unnötigen Tempoverlust so gerade eben noch ein Remis retten.

Damit waren die Beelener urplötzlich arg gesunken. Zwei weitere Partien, nämlich die von Thomas Bleier und Bernhard Schemmann endeten remis und stellten den Gesamtstand auf 11:9 für Beelen. Das war kein beruhigender Vorsprung, zumal sich in den noch laufenden Partien von Rudolf Radinger, Berthold Löckmann und Wolfgang Henke sich inzwischen Beelener Probleme abzeichneten, vor allem auch im Hinblick auf sehr knappe Bedenkzeiten.

So war es kein Wunder, dass Rudolf die Partie nicht mehr halten konnte und so Drensteinfurt zum 12:12 ausgleichen ließ. Es drohte nun sogar eine Beelener Niederlage, da Berthold inzwischen eine Qualität verloren hatte. Dann aber drehte das Matchglück wieder auf die Beelener Seite. Berthold Gegner verlor ein wenig die Übersicht und ließ eine dreifache Stellungswiederholung zu, die Berthold eine Reklamation auf Remis erlaubte. Vollends perfekt für Beelen war die Situation dann, als Wolfgang am Spitzenbrett in einer dramatischen Zeitnotschlacht kurz vor der Zeitkontrolle noch den entscheidenden Gewinn eines Springers eintüten konnte.

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