Dünne Luft zum Jahresende

Als letzter Erste-Akteur noch ungeschlagen: Thomas Wältermann

Wie dünn die Luft in der Verbandsliga sein kann, bekam gestern unsere Erste demonstriert. Gegen den Tabellenführer SC Gronau setzte es eine deftige 1,5:6,5-Klatsche, nach der das Team zum Jahreswechsel wieder etwas in den Abstiegsstrudel hineingerutscht ist.

Trotz der deutlichen Höhe der Niederlage konnte man nicht einmal von einer besonders schwachen Leistung der Mannschaft sprechen. Im Gegenteil: an vielen Brettern spielten die Beelener sehr gut mit und hatten durchaus die eine oder andere Chance, das Endresultat weitaus freundlicher zu gestalten. Bis zum Zwischenstand von 1,5:2,5 sah es noch gar nicht so schlecht aus. Thomas Wältermann, Franz-Josef Fartmann und Winfried Hanewinkel hatten bis dahin remisiert, Bernhard Schemmann musste aufgeben, wobei er eigentlich erst in den letzten beiden Zügen die Partie aus der Hand gegeben hatte.

Zu diesem Zeitpunkt war die Messe noch keineswegs gelesen, denn es war nicht abzusehen, dass nicht einmal ein weiterer halber Zähler noch auf das Beelener Konto wandern würde. Erst als Johannes Ruhe nach anderthalbjähriger Serie erstmals wieder seinen Meister fand, wurde es eng. Martin Hanewinkels Niederlage im Endspiel mit ungleichen Läufern besiegelte schon das Schicksal der Mannschaft. Auch in den beiden letzten Partien gingen die Punkte nach langem Kampf an die Gäste. Dieter Hofene hatte sich am Spitzenbrett einen wüsten Schlagabtausch geliefert und selbst vor einem Figurenopfer nicht zurückgeschreckt, um den gegnerischen König im Zentrum festzuhalten. Am Ende schlug der Angriff nicht durch, das Endspiel mit drei Bauern gegen einen Läufer ging ziemlich chancenlos verloren. Noch krasser kam es bei Rudi Cigelski. Dieser hatte seine stark geführte Angriffspartie mit einem scheinbar siegreichen Figurengewinn gekrönt. Dann sah er jedoch Gespenster, wo keine mehr waren, verlor die Figur postwendend zurück und später auch noch das Endspiel.

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Auch für die Vierte ging das Jahr 2014 mit einer Niederlage zu Ende. Im Nachbarschaftsduell bei Ostbevern/Westbevern II musste die Schwarzer-Truppe in eine 2:4-Niederlage einwilligen. Das Fehlen von Routinier Peter Farmer konnte die Mannschaft leider nicht kompensieren.

Positiv war zu vermerken, dass Mario Rudel nach vier Punkteteilungen endlich den ersten Saisonsieg einfahren konnte. In seiner bedächtigen Art hatte er wieder mal kleine Stellungsvorteile angehäuft, diesmal den Gegner aber nicht mehr ins Remis entlassen. Zudem gewann auch Edi Chirila, der sich immer mehr zur Verstärkung mausert und aus seiner vierten Partie für unseren Verein auch den vierten Punkt holte. Bei den anderen Akteuren Jonas Hofene, Karl-Heinz Schwarzer, Christian Korthaus und Martin Zelleröhr ging leider nach durchaus ordentlichem Beginn auf Dauer doch einiges Material verloren, so dass die Mannschaft mit leeren Händen die Heimreise antreten musste.

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