Zweite erobert Tabellenspitze

Der "Dosenöffner": Marcel Gäbler

Am Samstag war die Denk-Bar mal wieder wie ein Taubenschlag. Gleich zwei komplette Mannschaftskämpfe fanden statt, zahlreiche weitere Zuschauer ließen unser Vereinsheim aus allen Nähten platzen.

Die Zweite landete einen in dieser Höhe sicherlich nicht erwarteten 6:2-Sieg über den SC Sendenhorst und eroberte damit vorerst die Tabellenspitze der Bezirksliga. In einem hochinteressanten Mannschaftskampf mit zahlreichen spannenden Partien wurden die lange gut mitspielenden Gäste am Ende ein wenig unter Wert geschlagen. Vor allem die gegen jugendliche Nachwuchskräfte agierenden Manfred Krieft und Markus Hofene taten sich lange schwer und gewannen erst im Endspurt.

Beelen musste auf seine etatmäßigen Bretter 1 und 3 verzichten, doch das war nichts gegen die Personalprobleme der Gäste, die gleich ihre ersten vier Bretter zu Hause gelassen hatten und tief bis in die Reserve herunter greifen mussten. Lange Zeit war der Sieg von Johannes Ruhe die einzige entschiedene Partie. Johnny hatte sich die einzige offene Linie auf dem Brett gesichert und war dann entscheidend ins gegnerische Terrain eingedrungen. Nach etwa drei Stunden kamen dann zwei Punkteteilungen für Thomas Wältermann und Rudolf Radinger hinzu.

Diese 2:1-Führung hatte dann bis zum Beginn der Zeitnotphase Bestand. Dann aber füllte sich das Beelener Punktekonto zusehends. Der Dosenöffner war die mit vielen taktischen Wendungen gespickte Partie von Marcel Gäbler, der am Ende mit nur noch drei Minuten auf der Uhr die Glückwünsche seines Gegner entgegen nehmen konnte. Nun endlich hatte auch Markus Hofene gegen seine stark spielende Gegnerin den entscheidenden Figurengewinn gelandet und musste nur noch etwaige gegnerische Dauerschach-Hoffnungen entkräften. Auch Thomas Bleier hatte inzwischen eine Mehrqualität und erhöhte auf 5:1.

Wermutstropfen war die Niederlage von Wolfgang Henke am Spitzenbrett. Hanebüchene Zeitnot brachte hier die Entscheidung, denn Wolfgang musste seine letzten 20 Züge in weniger als drei Minuten spielen. Lange Zeit machte er das sogar recht gut, doch mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr übersah er den entscheidenden Dameneinschlag und überschritt dann seine Bedenkzeit. Manfred Krieft durfte am Ende in einem komplizierten Turmendspiel noch auf 6:2 erhöhen, denn sein jugendlicher Gegner fand nicht den effektivsten Remisplan.

Gute Verstärkung: Mohammad Ali

Parallel zur Zweiten spielte die Vierte ihr Match gegen Senden II. Trotz einer ordentlichen Gesamtleistung reichte es am Ende nicht gegen die starken Sendener. Nach dem 2:4 gingen beide Zähler nach Westen.

Zweimal waren die Beelener zuvor in Führung gegangen. Mohammad Ali erweist sich immer mehr als gute Verstärkung der Mannschaft und hatte die Partie von Beginn an fest im Griff. Einige Mehrbauern hatte er schon eingesammelt, als sein Gegner auch noch einen Läufer in eine Springergabel laufen ließ. Peter Farmer musste den Ausgleich zulassen. Zwar hatte er seinem Gegner den Turm auf a1 stiebitzt, doch die Sache hatte einen Haken. Die Dame wurde in der Brettecke eingesperrt und ging verloren.

Teamchef Martin Zelleröhr sorgte mit einer schönen Partie ein weiteres Mal für die Beelener Führung. Im Duell zweier Jugendspieler glich Senden jedoch abermals aus. Luca Diefert war in seinem erst zweiten Mannschaftkampf ganz ordentlich ins Mittelspiel gekommen. Dann übersah er jedoch eine entscheidende Fesselung mit anschließender Springergabel – 2:2.

Die noch spielenden Mario Rudel und Christian Korthaus waren derweil in die Defensive geraten. Und die beiden Sendener Gegner wussten ihre Vorteile überzeugend zu verwerten.

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