Zweite tütet den Klassenerhalt ein
Über weite Strecken der Saison hatte die Zweite mit einigem Personalmangel zu kämpfen. Zur gestrigen Abschlußrunde war das nicht der Fall, im Duell gegen Münster VI konnte man fast in Bestbesetzung antreten. Gut so, denn so konnte man mit einem 16:16 das noch notwendige Remis zum Klassenerhalt einfahren.
Dabei gab's zunächst einigermaßen schlechte Nachrichten für das Team. Johnny Ruhe, zuletzt sehr erfolgsverwöhnt und übers Jahr gesehen erfolgreichster Punktesammler in der Mannschaft, kam schlecht in die Partie. Er ließ sich auf eine Gambitvariante seines Gegners ein und zog sich einen unwiderstehlichen Angriff auf seinen König zu. Eine Zeitlang hatte der Beelener Achter an diesem frühen Rückstand zu knabbern. Zwar entwickelten sich an einigen Brettern die Geschehnisse schon durchaus positiv, doch vorerst kamen erstmal nur Punkteteilungen von Bernhard Schemmann, Berthold Löckmann und Rudolf Radinger aufs Tableau.
Dann endlich gelang der Ausgleich. Thomas Wältermann hatte zwar ein auf den ersten Blick remisiges Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern zugelassen, demonstrierte seinem Gegner dann aber, dass sein König der viel aktivere war, der die Partie quasi im Alleingang gewann. Noch immer musste ein wenig gezittert werden, denn Thomas Bleier konnte seine Partie trotz offensichtlich guter Stellung nur zum Remis führen.
Es hieß vorerst 12:12, so dass die beiden Partien an den Spitzenbrettern die Entscheidung bringen mussten. Eine der beiden Partien musste für den Klassenerhalt noch gewonnen werden. Und diesen Punkt buchte schließlich Dominik Fuisting auf das Beelener Konto. Er ging zwar mit zwei Mehrbauern in ein Endspiel, aber die technische Verwertung des Vorteils war zumindest noch nicht ganz trivial. Am Ende stand ein Turmendspiel, in dem Dominik seine beiden Randbauern noch übrig behalten hatte. Auf Dauer wäre es ohnehin gewonnen gewesen, doch sein Gegner half dann mit einem letzten Schnitzer noch kräftig nach.
Gut so, denn nun hatten alle Beteiligten die Gelegenheit, sich in Ruhe das Blitzspektakel am Spitzenbrett reinzuziehen, welches sich inzwischen abzeichnete. Hier war Wolfgang Henke der krasse Außenseiter gegen einen Münsteraner Jungspund, der im bisherigen Saisonverlauf 7,5/8 geholt hatte. Aber Wolfgang machte das großartig. Auf beiden Seiten wurde geblitzt, was das Zeug hielt, obwohl schon eine ganze Zeitlang nur noch auf Reservezeit gespielt wurde. Wolfgang hatte seinen Gegner inzwischen völlig überspielt und stand wohl glatt auf Gewinn, als er mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr doch noch in die letzte Patrone seines Gegners lief.